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Trächtigkeitstoxikose
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lila2210
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Beitrag: #1
Trächtigkeitstoxikose

Hallo ihr,
könnt ihr mir mal vielleicht mal erklären wie ich ausrechne (mit diesen Futtertabellen / Rationsberechnungstabellen) wieviel Kraftfutter eine trächtige Ouessantaue (im Oktober gedeckt) bekommen muss?! Oder wieviel Kraftfutter füttert ihr dann?
Die Schafe hatten bis vor kurzen noch eine Wiese zum abgrasen und bekommen auch Heu. Als Leckerchen gibts ab und an nen Tannenzweig, Möhrchen, ne Futterrübe etc... Ein Mineralleckstein und frisches Wasser haben sie auch immer. Und ich habe bis jetzt jeden Tag an alle 3 Auen (Alter: 3 Jahre, 2 Jahre und 9 Monate) 400 g Schafskraftfutter von Deuka gefüttert also pro Schaf so 130 g - reicht das oder ist das schon zuviel?
Ich muss doch dann wissen wieviel die Schäfchen wiegen und was im Futter an Energie steckt aber das weiß ich ja beim Gras / Heu gar nicht. Oder nehmt ihr das gar nicht so genau?
Habe nur in dem allgemeinen Schafsforum gelesen, dass es "Trächtigkeitstoxikose (Energiemangel)" gibt und das muss ja nicht sein.
Liebe Grüße
Katrin

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.12.2007 19:15 von lila2210.

29.12.2007 19:14
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Hooki
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Beitrag: #2
RE: Trächtigkeitstoxikose

futzek im alten Forum schrieb:
Für meine Tiere gibt es Wiese, Heu und ab und an mal als Leckerli kleine Mengen Möhren oder Äpfel.
Im letzten Drittel der Tragzeit und wenn es kein Grün mehr auf der Wiese gibt oder die Temperaturen sehr im Keller sind gibt es bei uns wenig Lämmerkorn max 50g pro Tier. Auch hier nicht übertreiben da sonst die Frucht zu groß wird und es Probleme bei der Geburt geben kann. Und ansonsten Heu Heu und Heu. Sie fressen es das gesamte Jahr hindurch immer mal wieder selbst wenn die Wiese satt gefüllt ist. Der Pansen braucht diese Trockenmasse um problemlos zu arbeiten und um so höher die Energiezufuhr sein muss um so mehr Trockenmasse benötigen die Tier.


hooki auf seiner Homepage schrieb:
Während des Sommers ist Zufüttern nicht notwendig, sofern genug Weideland zur Verfügung steht. Im Winter können trockenes Brot, Rüben/Runkeln, Pellets, Kartoffelschalen, Maiskolben, Karotten, Futter-Hafer etc. zugefüttert werden. Man sollte jedoch nicht "durcheinander" zufüttern. Wenn man beabsichtigt anstatt einer hofeigenen Getreidemischung regelmäßig ein pelletiertes Fertigkraftfutter zuzufüttern, dann sollte man 30 Tage lang Tag für Tag die Getreide-Rationen reduzieren und im Gegenzug die Pellets mehr werden lassen, sodass nach den 30 Tagen nur noch Pellets zugefüttert werden.

Schafe sind Wiederkäuer und die Futterverwertung basiert auf der Umsetzung des Schaffutters im Pansen durch die Pansenflora (Bakterien). Diese Bakterien brauchen relativ lange, um ihre Zusammensetzung bei einem Futterwechsel so anzupassen, dass das Futter optimal verwertet wird. Fütterungsfehler (zu schneller Wechsel) können leicht zu Fehlgährungen führen und damit das Tier in Lebensgefahr bringen. Man kann sich die Funktion der Pansenflora so vorstellen: Die Bakterien im Pansen fressen das Futter des Schafes und das Schaf widerum verwertet die Stoffwechselprodukte der Bakterien oder auch die Bakterien selber.

Während der Tragezeit der Tiere kann man regelmäßig ein wenig Kraftfutter (z. B. Futter-Hafer), aber max. 20g pro Tier pro Tag, zufüttern, dann klappt´s besser mit der Geburt des Nachwuchses ;-).


Ich denke deine Frage ist beantwortet oder ??? Wink


http://www.zwergschafe-online.de
29.12.2007 20:09
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lila2210
Schaf
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Beitrag: #3
RE: Trächtigkeitstoxikose

Ja! Danke!
Uups das kam mir schon so wenig vor aber dann wars doch noch viel zu viel...

29.12.2007 20:24
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