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Bocklämmer
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Mähschäfle
Schaf
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Beitrag: #11
RE: Bocklämmer

Grüßt euch,

ja auch wenn Ouessants nur "Schafe" sind kann man sie nicht mit normalen Fleischrassen vergleichen.... ich kann nur empfehlen wenn Schlachten erst später.... dann haben sie auch zugenommen und viel frischen Gras und Kräuter zu sich genommen... dies macht sich sicherlich im Geschmack bemerkbar.

Wie ich ja oben bereits geschrieben habe bin ich nicht grundsätzlich gegen das Schlachten von Tieren. Der Mensch (die meisten) möchten Fleisch essen, klar... doch es geht darum verantwortungsvoll damit umzugehen.

Es geht auch darum, dass einige Ouessanthalter nur Platz für Drei Tiere haben.... diese haben meist einen Bock und zwei Auen.... da frag ich mich warum vermehren die ihre Tiere? Man muss immer damit rechnen, dass man seine Tiere nicht an den Mann/Frau bringt.... und was passiert? Entweder bleiben sie auf dem zu kleinen Grundstück oder die Lämmer werden am Ende doch geschlachtet....

Mit meinem Betrag möchte ich zukünftige Ouessanthalter ermutigen sich eine Bockherde zuzulegen wenn sie eh nicht vorhaben zu "züchten"....
Böcke die von klein auf zusammen sind vertragen sich sogar sehr gut und wenn man Bedenken hat wegen dem Boxen und Stoßen kann man sie kastrieren.... wobei wenn nicht gerade kleine Kinder auf den Koppeln rum rennen würde ich eher Böcke halten... die sind viel schöner anzusehen ;-)

Letztendlich darf jeder mit seinen Tieren machen was er möchte... mein Beitrag sollte nur ein Denkanstoß sein :-)

Grüßle schickts Mähschäfle


Ouessantschafe "von den Heubergwiesen"
01.09.2015 11:31
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Rebeca
Jungschaf
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Beitrag: #12
RE: Bocklämmer

LEIDER, darf jeder mit seinem Tier machen was er möchte...

01.09.2015 15:07
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AK2o1o
Schaf
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Beitrag: #13
RE: Bocklämmer

Hallo
ich möchte auch etwas zum Thema Böcke sagen. In meinen Augen macht es keinen Sinn, die Tiere für wenig Geld zu " verramschen". Hauptsache weg, nicht schlachten müssen und das Problem aus der eigenen Verantwortung geschafft haben.
Wer nicht auch mal ein Tier mehr halten kann weil es nicht weg geht, das Schlachten so sehr ablehnt und dann die Tiere lieber billig abgeben will- hauptsache weg ( und solche Anzeigen gibt es hier im Forum) sollte sich vielleicht wirklich überlegen ob es sinnvoll ist selbst Schafe nachzuziehen.
Wenn die Böcke älter werden und an dem ach so schönen Platz an den sie als Jungtier vermittelt wurden doch nicht lebenslänglich bleiben können, sind nachher schwer vermittelbar. Besonders wenn es sich um Kastraten handelt will die nachher kaum mal jemand haben. Schaut doch mal bei den ganzen Tiermärkten im Internet- da werden viele dieser Tiere angeboten.
Gerade wenn man Tiere züchtet, die nachher zum Beispiel wegen zu engen Hörnern nicht so wirklich lebensfähig sind, ist und bleibt in meinen Augen der Züchter in der moralischen Pflicht sich um solche Tiere zu kümmern.
Vielleicht jetzt keine Meinung die jedem gefällt, war mir aber wichtig das mal gesagt zu haben.

01.09.2015 19:21
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Warrior
Altschaf
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Beitrag: #14
RE: Bocklämmer

Ich halte es da mit einem Leitspruch, den ich bei den seltenen Leinegänsen schon häufiger gehört habe: "Arterhaltung durch Aufessen!".

Bislang konnte ich meine Bocklämmer immer gut verkaufen und musste bzw. konnte noch keines für den Eigenbedarf schlachten. Dies ist sicherlich noch ein Manko, da ich das Ouessantfleisch so noch nicht beurteilen konnte.

Bislang kaufe ich meine Lammfilets zwangsweise immer noch zu.

Wenn es eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für Bocklämmer gibt, dann nehme ich diese immer gerne an. Ich habe mich auch schon mit den Betreibern von zwei Solarparks getroffen, um über eine Beweidung zu sprechen und wir haben uns die Solarparks zusammen angeschaut. Leider denkt beim Bau solcher Parks meist niemand an die spätere Pflege. Bei beiden Parks hingen etliche Kabel herunter, in denen sich die Böcke mit ihren Hörnern hätten verfangen können. Dort hätten zunächst mehrere 100 Kabelbinder verbaut werden müssen, um diese Gefahr zu beseitigen. Zudem wollten beide Betreiber entweder die Abgabe einer Erklärung zur Übernahme von Schäden, die durch die Schafe an der Anlage verursacht werden oder eine entsprechende Versicherung dafür. Nach Rücksprache mit meiner Versicherung habe ich das dann fallen lassen.

Es bringt auch nichts ganz verklärt zu denken, dass man jedes Tier "retten" kann indem es auf einem Gnadenhof o.ä. lebt, nur um evtl. nicht geschlachtet zu werden. Wer diese Einstellung hat und bis zum Ende durchzieht, der müsste unweigerlich bei den Veganern landen, dürfte dann aber auch keinerlei Haustiere halten.

Ich esse doch lieber ein Tier, von dem ich weiß, dass es bis zur Schlachtung ein gutes Leben hatte, als ein Neutrum aus dem Supermarkt.

Feuer frei...

Gruß
Carsten

01.09.2015 22:19
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Mähschäfle
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Beitrag: #15
RE: Bocklämmer

Warrior schrieb:
Ich halte es da mit einem Leitspruch, den ich bei den seltenen Leinegänsen schon häufiger gehört habe: "Arterhaltung durch Aufessen!".


Ha ha der Spruch ist gut:-)


Warrior schrieb:
Ich esse doch lieber ein Tier, von dem ich weiß, dass es bis zur Schlachtung ein gutes Leben hatte, als ein Neutrum aus dem Supermarkt.


Bin ganz Deiner Meinung.... Doch Ouessantlämmchen dürfen doch etwas mehr wachsen, denn die seltenen Leinegänse werden doch auch nicht als Küken gegessen....
...das würde sich nämlich nicht lohnen

Grüßle schickts Mähschäfle


Ouessantschafe "von den Heubergwiesen"
02.09.2015 00:32
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Warrior
Altschaf
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Beitrag: #16
RE: Bocklämmer

Hallo,

nein, selbstverständlich würde ich sie nicht schon mit 3 oder 4 Monaten schlachten, da ist dann noch viel zu wenig dran.

Nächstes Frühjahr habe ich dann 11 Auen und eine entsprechende Anzahl Lämmer. Ich glaube nicht, dass ich 5, 6 oder 7 Bocklämmer, auch wenn sie noch so toll sind, verkauft bekomme. Da ist die herbstliche oder im darauffolgenden Sommer erfolgende Produktion von Schafs-Bratwurst vom eigenen Tier dann schon angedacht.

Gruß
Carsten

02.09.2015 07:56
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Dipla
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Beitrag: #17
RE: Bocklämmer

Stellt sich die Frage warum dann immer alles begattet werden muss was bei 3 nicht auf den Baum kam.


Lieben Gruß

Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen. (Erich Kästner)
02.09.2015 09:27
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Warrior
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Beitrag: #18
RE: Bocklämmer

Wenn es keine Nachzuchten geben würde, dann wäre wohl dieses Forum auch schon längst tot, weil es die Rasse dann auch schon nicht mehr geben würde.

Es macht auch keinen Sinn, eine unendlich große Bockherde zu behalten, obwohl man nur Flächen für 4-5 Böcke hat.

Wie gesagt, ich esse lieber eigene Tiere als irgendwelche Objekte aus zweifelhafter Haltung und Herkunft.

Beim Geflügel habe ich das auch immer so gesehen und mein Rindfleisch sehe ich jeden Tag wachsen, wenn ich daran vorbei fahre oder aus meinem Garten schaue und die Kinder lernen von Anfang an zu schätzen, dass wir unseren Bullen aus extensiver Haltung im Wohnort kaufen und nicht irgendwelches Suppenfleisch o.ä. aus dem Supermarkt, was sowieso keinen richtigen Geschmack hat.

Wie gesagt, wer gänzlich gegen das Schlachten ist, der muss zwangsweise Veganer werden.

02.09.2015 10:35
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AK2o1o
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Beitrag: #19
RE: Bocklämmer

Hallo
Wir selbst essen unsere auch schon wenn sie abgesetzt werden. Dann machen sie keine Unruhe in der Herde, schmecken gut und zart. Passen sogar ganz in den Gänsebräter.... ( ja, ältere schmecken auch gut)
Da wir auch Puten und anderes Geflügel, sowie Kaninchen haben, ist mir die Aubeute weniger wichtig. Ich will aber nicht das unsere Lämmer wie ein minderwertiges Gut billig verscherbelt und dann womöglich so behandelt werden- und sei es erst beim dritten oder vierten Besitzer.
Bei Tieren, deren Hörner nicht dem Standart entsprechen ist für mich eine Abgabe ohnehin indiskutabel. Ich kann mir nicht sicher sein das rechtzeitig kastriert oder behandelt wird, wenn ich so ein Tier aus der Hand gebe. Da hat das Schlachten für mich eindeutig was mit Verantwortungsbewusttsein zu tun. Anderes wäre für mich falsch verstandene Tierliebe, wie die 40 qm Wohnung mit den 50 katzen o.ä.
Grüße

02.09.2015 18:25
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Mähschäfle
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Beitrag: #20
RE: Bocklämmer

Hallo AK10,

Ich verstehe Deine Bedenken mit dem verscherbeln..... Man möchte, dass die abgegebenen Tiere es mindestens so gut haben wie sie an dem Ort wo sie zu Welt kamen.... Es ist nicht immer einfach die richtigen Besitzer zu finden....
Seit diesem Jahr gebe ich meine Tiere nur mit einem Verkaufsvertrag ab.... Unter anderem habe ich sogar eine Rückgabeklausel drin falls der Besitzer die Tiere nicht artgerecht hält und versorgt.... Die Tiere dürfen auch laut Vertrag nicht weiterverkauft werden falls man sie nicht mehr möchte.... Sie müssen die Schafe ohne Kostenerstattung zurückgeben.... Und wenn ich will schaue ich mir auch die Unterbringung an..... und wer das nicht akzeptiert bekommt von mir kein Schäfchen;-)
Aber ganz ehrlich bis jetzt haben es meine bereits vermittelten Tiere echt gut...
Und wenn doch mal eins zurück kommen müsste freue ich mich auch.....
Tiere mit Mängeln oder gar kranke Tiere würde ich nie verkaufen..... Da sehe ich es so wie Du....
Doch frisch abgesetzte zu schlachten ist für mich ein Graus.... Deine Lämmer müssen ja groß sein.....
Soll jeder für sich entscheiden....
Aber was spricht dagegen sie in ein liebevolles Zuhause zu geben? Bei Dir liest sich so als ob jeder potenzielle Ouessantkäufer seine Tiere nicht würdigt.... Ja, der Spruch gilt leider all zu oft: Was nichts kostet ist nichts ..... Aber was ist denn ein angemessener Preis für ein Ouessantböcken? Was ist billig? Also ich finde es Teuer 150 Euro für ein Tier welches keine Papiere hat auszugeben.... 20 oder 30 Euro zu wenig .....
Aber wir kommen immer mehr vom Thema ab....
Ich möchte lieber zukünftige Ouessantbesitzer Mut zu Böcken oder Kastraten machen für den Fall, dass sie eh nicht züchten möchten.... z.B. zum abweiden von schlecht mähbaren Flächen, Hänge, Obstwiesen usw....
Ich muss meine Ouessantlämmchen nicht Schlachten... So groß ist mein Hunger noch nicht;-)

Grüßle schickts Mähschäfle


Ouessantschafe "von den Heubergwiesen"
02.09.2015 20:08
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