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Hornhautentzündung - Stefanie - 27.08.2016 15:42

Hallo!

Da wir seit jetzt vier Wochen mit Hornhautentzündung bei unseren Ouessants zu kämpfen haben und immer noch kein Ende in Sicht ist, möchte ich hier einmal eine Art "Krankheitstagebuch" einrichten, damit es alle die nach mir die selben Probleme bekommen hoffentlich schlauer sind und schneller Erfolge erzielen ;-)
Ich habe mir das so gedacht, dass ich alle bisherigen Behandlungen, Erfolge und Rückschläge hier vermerke und auch weiterhin bei Veränderungen des Zustandes der Minimähs hier poste, bis alle wieder gesund sind. :-)
Falls jemand schon Erfahrungen mit Hornhautentzündung hatte, würde ich mich auch über Hilfe und Tipps freuen! :-)
(Ich habe auch schon die alten Diskussionen zu diesem Thema hier im Forum durchgearbeitet und einiges schon in die Tat umgesetzt.)

Meine Situation ist folgende: ich habe insgesamt 25 Ouessants und einen Bergschaf-Ouessant Mix, davon 12 Auen, 8 Böcke und 6 Lämmchen (5 davon Böcke)
Vor ca. 4 Wochen, als ich auf die Weide ging um nach den Minis zu schauen, entdeckte ich bei einem Bock, dass die Augen ganz milchig waren. Er stand ganz teilnamslos von den anderen entfernt, fraß nicht und hatte den Kopf gesenkt. Sofort wurde der Tierarzt gerufen und er stellte die Diagnose Hornhautentzündung. Auch noch zwei weitere Tiere waren davon betroffen. Schließlich wurde ausgemacht, dass ich die erkrankten Tiere eine Woche lang behandeln muss, jeden Tag zwei mal (Morgends und Abends) jeweils 2 Tropfen antibiotische Augentropfen: Tobral 0,3% collirio, soluzione tobramicina 5ml und jeden zweiten Tag 2ml Longocillina L.A., ein Antibiotikum für Kühe und Schweine, das unter die haut gesprizt werden musste.
Eine Woche lang haben wir fleißig die beiden Medikamente geben und es hat auch geholfen, die Augen schienen frei. Dann über das Wochenende weggefahren und als ich zurückkam der Schock, nicht nur ist die Krankheit bei den drei behandelten Tieren zurückgekommen, auch ein Großteil der anderen Tiere zeigte die Symptome: tränende Augen, eiternde Augen und ein grauer bis weißer Schleier über den Augen. Im Anfangsstadium tränen die Augen meist nur, dann bildet sich Eiter und zuletzt der Schleier. Dabei druchlaufen alle Schafe diese Stadien mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, bei manchen tritt schon nach zwei Tagen der Schleier auf, manche bleiben bei tränenden oder eitrigen Augen stehen. Begleiterscheinungen die ich beobachten konnte sind zukneifen des Auges, blinzeln, Meidung von Sonnenlicht, Absonderung von der Herde, Orientierungsverlust.
Auf jeden Fall habe ich sofort wieder den Tierarzt angerufen, dieser meinte nur er hatte sich schon gedacht, dass sich das ausbreitet und riet uns mehr Antibiotikum zu kaufen und bei ALLEN, auch den gesunden Tieren die Behandlung zugleich durchzuführen. Also in die nächste Tierklinik gefahren und nach mehr Antibiotikum gefragt. Da war schon das Erste Problem, da ich eigentlich gar keine Spritzen geben dürfte, also mit dem Tierarzt telefoniert, dieser meinte nur er habe keine Zeit sich jeden Tag um 25 Schafe zu kümmern und nach kurzem Gespräch mit der Praxis haben wir das Antibiotikum dann doch bekommen.
Also Zuhause ankekommen zuerst einmal alle Schafe in den Stall gesperrt, da mir jeden Tag zwei mal 25 Schafen hinterherhetzen dann doch zu viel Arbeit ist und mit der Kur angefangen. Zuerst einmal alle Gesichtchen von verkrustetem Eiter befreit und dann eine Woche lang jedem Mini täglich seine Medikamente gegeben.
Nach dieser Woche war auch gleich alles besser, alle Augen waren sauber und glänzten und die Schäfchen freuten sich wieder auf die saftige Wiese zu kommen. Wir haben die große Gruppe dann durch drei geteilt und auf verschiedene Weiden gestellt, damit eine erneute Ansteckungsgefahr verringert wird.
Eine Woche lang schien auch alles gut zu sein, und dann fing der ganze Zirkus schon wieder bei zwei Auen auf einer Weide an :-( Diese wurden sofort isoliert. Einen Tag später bemerkte ich auf der zweiten Weide wieder tränende Augen und dann noch einige Tage später auch auf der dritten Weide.
Natürlich wieder den Tierarzt angerufen und der meinte ich sollte halt noch einmal bei allen Tieren für eine Woche die gleichen Medikamente geben???!!! ich habe ihm dann gesagt, dass ich das nicht einsehe, immer wieder Antibiotika zu geben, das doch nichts hilft und ich mir nicht vorstellen kann, dass es gut für die gesunden Tiere ist Antibiotika zu nehmen. Darauf meinte er nur dann soll ich halt ohne Antibiotika, dafür aber mit einer antibiotischen Augensalbe versuchen, ansonsten könne er mir auch nicht helfen.
Also bin ich in die Apotheke gefahren um die Salbe zu holen, da mittlerweile wieder die halbe Herde betroffen war und habe mich dann doch entschieden noch einmal im Internet nach Ratschlägen zu suchen. Da habe ich dann auch einen interessanten Tip gefunden, nämlich gar nichts zu tun, denn nach 7-10 Tagen soll ganz alleine eine Besserung auftreten, nur bei stark betroffenen Tieren kann die Krankheit zu bleibenden Augenschäden führen. Außerdem sollen die Tiere immun gegen diese Krankheit werden, nachdem sie einmal eine Hornhautentzündung hatten?
Auf jeden Fall sieht meine Behandlung nun so aus: nach Bedarf die Gesichtchen abwischen (je nach Stärke des Ausflusses), und bei schweren Fällen (weißer Schleier, vorübergehende Blindheit, sehr starker eitriger Ausfluss) gebe ich zwei mal am Tag ein kleines Würstchen der Augensalbe Exocin, Ofloxacina 0,3%
direkt ins Auge, mindestens eine Woche lang.
Heute habe ich mit dieser Behandlung angefangen und derzeit haben ca. die hälfte der Herde leichten wässrigen oder eitrigen Ausfluss und bei vier Schafen muss ich salben.

Beobachtungen die ich gemacht habe:
-als die Krankheit ausbrach, verlief sie viel schlimmer, viele der Schäfchen bekamen weiße Schleier oder extremen Ausfluss, jetzt beim zweiten Ausbruch verläuft die Krankheit milder.
-Lämmer sind gar nicht oder viel weniger betroffen.
-ältere Schafe (über vier Jahre) haben einen schwereren Krankheitsverlauf.
-der Schleier verschwindet vollständig bei einwöchiger Behandlung

Hoffentlich anderen Betroffenen mein Krankenbericht weiter :-) Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es den Schäfchen geht und ob die Entzündung bei allen wieder vollständig verschwindet bzw. keine bleibenden Schäden hinterlässt.

Liebe Grüße,
Stefanie und kränkelnde Minimähs


RE: Hornhautentzündung - Stefanie - 27.10.2016 17:46

So jetzt melde ich mich mal wieder, leider hatte ich in letzter Zeit zwischen Arbeit, kranken Schafen und ein wenig Privatleben Wink nicht viel Zeit zu schreiben wie es mit den augen der Schafe weitergegangen ist. Nach der letzten Behandlung kehrte wieder eine Woche Wuhe ein, doch dann begann das ganze wieder von vorne. Dieses Mal waren nur die Auen davon betroffen, da die Böcke ja gerade von den Auen getrennt sind hoffe ich im Moment, dass sie sich auch nicht wieder anstecken. Da ich nicht wieder die gleiche Salbe benutzen wollte, die davor ja wenig Wirkung gezeigt hat, habe ich einen Tipp von Marc1977 bekommen es doch einmal mit der Augensalbe Posifenicol C 1% zu versuchen, vielen Dank dafür! Da es diese Salbe jedoch in Italien nicht gibt, hat mir die Apothekerin die Sificetina 1% empfohlen, die den gleichen Wirkstoff hat. Jetzt schmiere ich das schon seit einigen Tagen, drei Mal am Tag wieder fleißig in die Schafaugen und habe mir vorgenommen diese Prozedur durchzuziehen bis alle Schafaugen gesund sind und noch fünf Tage extra, dass ich sicher sein kann, dass die Hornhautentzündung wirklich weg ist.
Dieses Mal hoffe ich wirklich darauf, dass es denn endlich klappt, sonst weis ich auch nicht mehr weiter....Sad Kelpouessant hat mir geraten es ansonsten damit zu versuchen einfach nichts zu machen und abzuwarten...das wird wohl meine einzige Option bleiben falls es diesmal nicht klappt. Der Tierarzt war von diesem Vorschlag nicht begeistert aber er weis auch nicht mehr weiter. Ich hoffe also dass die Creme jetzt Wirkung zeigt und ich bald wieder gesunde Schäfchen habe, besonders jetzt wo sie doch bald zum Bock sollen.

Hier noch Bilder von den Augen meiner Aue Cupcake nach drei Tagen Behandlung, man sieht deutlich den grauen Schleier im Auge, außerdem klebt noch das angetrocknete Sekret aus den Augen am Gesichtsfell, wenn es die Zeit erlaubt, werde ich alle Gesichter waschen und diesmal wahrscheinlich auch um die Augenpartie desinfizieren.





In etwa zwei-drei Wochen werde ich mich dann wieder melden ob es besser geworden ist, ich bleibe mal positiv.

Liebe Grüße,
Stefanie und immer noch kranke Mähs.


RE: Hornhautentzündung - fanny37 - 27.10.2016 17:57

alles Gute und toi-toi-toi für deine Schäfchen!


RE: Hornhautentzündung - Stefanie - 12.11.2016 11:59

@fanny37 Vielen, vielen Dank! Smile

Jetzt nach fast zwei Wochen Behandlung sehen alle Schafaugen wieder gesund aus, nur eine Aue blinzelte mir heute wieder verdächtig mit einem Auge und das obwohl die Behandlung noch nicht einmal abgeschlossen ist... Zwei Tage habe ich aber noch vor mir, mal schauen wie es danach aussieht.
Ich werde heute noch einmal die Partie um die Augen herum mit Betadine desinfizieren, ich bin mir zwar nicht sicher ob das wirklich hilfreich ist, aber schaden tut es ja auch nicht.
Es ist aber traurig mit anzusehen, wie sehr das tägliche Augensalben schon zur Routine für die Schäfchen geworden ist. Auf der einen Seite erleichtert es sehr die Arbeit, dass jetzt wirklich alle Auen ohne Ausnahme komplett still halten wenn ich wieder mit den Finger an ihre Augen komme, auf der anderen Seite ist es erschreckend, dass diese Prozedur für sie jetzt so normal scheint wie Heu zu fressen, ...nach 5 Monaten Antibiotikasalben/Tropfen/Spritzen gehört die ganze Prozedur zum Alltag und ich habe jetzt entschieden, dass Schluss damit ist. Sollte das Problem wiederkommen, höre ich auf mit den ganzen Medikamenten, dann werde ich auf die Selbstheilungskräfte der Kleinen vertrauen und das Risiko dass bleibende Augenschäden entstehen können wohl in Kauf nehmen.
Jetzt hoffe ich aber noch auf das Beste.
In ein-zwei Wochen melde ich mich dann wieder wie es bis dann ausschaut.
Beste Grüße,
Stefanie


RE: Hornhautentzündung - Rebeca - 12.11.2016 12:22

Hallo Stefanie,

die bleibenden Augenschäden müssen dann wohl eher deine Schafe in Kauf nehmen.Sad

Ich kann verstehen das die Situation frustrierend für Dich ist, und ich hoffe sehr dass nach dieser langwierigen Behandlung endlich Genesung eintritt, aber wenn nicht, solltest Du nicht nur auf "die Selbstheilungskräfte" bauen, sondern vielleicht mal einen Abstrich machen lassen um genau zu wissen mit wem Du es zu tun hast, denn normal ist das nicht, oder?

Viele Grüße
Rebeca

P.S.: Nicht falsch verstehen!


RE: Hornhautentzündung - InekeH - 12.11.2016 12:50

Hallo Stefanie,

hatte es schon einmal an anderer Stelle im Forum geschrieben. Wir hatten im ersten Jahr auch noch Last mit entzündeten Augen (Vermutung war, dass sich durch Zukauf die Viren und Bakterien in der Herde angleichen mussten). Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Globulis gemacht. Nachdem es aber einzelne Tiere immer wieder bekommen haben und nach Rücksprache mit TA und einer befreundeten Schäferin haben wir irgendwann einfach nichts gemacht außer gut beobachtet. Der Verlauf war immer gleich. Erst Auge gerötet und Flüssigkeit trat aus, dann färbt sich das Auge komplett ein und nach ein paar Tagen (meist 3-4) war es dann auch schon deutlich besser, nach 1 Woche immer (!) ganz verschwunden. Selbstverständlich ohne bleibende Schäden für die Schafe. Hört sich vielleicht blöd an, aber lass der Natur da einfach mal ihren Lauf auch wenn es schwer fällt.


RE: Hornhautentzündung - Mähschäfle - 12.11.2016 13:09

Hallo,

Zwei meiner Schafe haben sich in diesem Jahr die Augen an den Schlehenhecken verletzt.... beim einen half das teure Salben null... 60ig Euro habe ich für einen Tierarztbesuch und die zwei Salben bezahlt.... außerdem wurde die Entzündung schlimmer durch die ewigen Schmierereien.... meine Vermutung: durch die Salben sind mehr Keime ins Auge gekommen... als ich mit dem Salben aufhörte wurde es nach und nach besser....
Beim anderen Schaf sah es zwei Tage richtig übel aus... gemacht habe ich nichts... und siehe da? Nach zwei Wochen war alles wieder gut... die sichtbare Hornhautverletzung die Grau war sah man nach einigen Wochen nicht mehr...

Vor Zwei Jahren hatte ich noch eine Kandidatin mit einer kleinen Entzündung... diese haben wir aber mit Augentropfen behandelt... diese ging auch schnell weg... vielleicht auch weil man durch die Tropfen keinen direkten Kontakt zu den Augen hat... man muss halt alle drei Stunden behandeln weil Tropfen halten nicht so lange im Auge halten wie Salben....
Ich würde auch nicht jedes Schaf mit derselben Salbe behandeln.... jedes Schaf soll sein eigenes Medikament haben.... sonst hast Du einen ewigen Kreislauf...
Was auch hilft ist Vitamin A zur Regeneration der Hornhaut.... oder auch Eigenblut denn die Hornhaut verfügt nicht über Selbstheilungskräfte.....

Liebe Stefanie,

Ich hoffe Du und Deine Schäfchen finden bald Ruhe...

Liebe Grüßle schickt's Mähschäfle


PS. Hab mal irgendwo gelesen... kam von einem langjährigen Schäfer..... ,dass man zur Heilung von Augenentzündungen mit Tierarzt länger braucht als wenn man es ohne versucht;-)


RE: Hornhautentzündung - Stefanie - 12.11.2016 13:16

Rebeca schrieb:
Hallo Stefanie,

die bleibenden Augenschäden müssen dann wohl eher deine Schafe in Kauf nehmen.Sad

Ich kann verstehen das die Situation frustrierend für Dich ist, und ich hoffe sehr dass nach dieser langwierigen Behandlung endlich Genesung eintritt, aber wenn nicht, solltest Du nicht nur auf "die Selbstheilungskräfte" bauen, sondern vielleicht mal einen Abstrich machen lassen um genau zu wissen mit wem Du es zu tun hast, denn normal ist das nicht, oder?

Viele Grüße
Rebeca

P.S.: Nicht falsch verstehen!


Hallo Rebeca,

Es ist nicht nur frustrierend für mich, ich möchte meinen Schafen auch nicht immer weiter Antibiotikum verabreichen, das dann doch nichts hilft, für Menschen ist es ja auch nicht gesund immer wieder Antibiotikum zu nehmen, irgendwann tritt dann eine gewisse Immunität ein und ist eines der Schäfchen dann einmal wirklich krank und das Antibiotikum wirkt nicht mehr wegen Immunität ist das ein wirklich großes Problem.
Abstrich wurde schon gemacht, sogar eine Kotprobe(?) hat unser Tierarzt veranlasst und dann daraufhin eben die Medikamente verschrieben. Leider scheint nichts zu helfen und auch der Tierarzt weis nicht mehr weiter.
Da ich in der Zwischenzeit einige Meinungen von Ouessanthaltern (danke auch an dich @InekeH Smile) eingeholt habe, die dieses Problem auch hatten und es einfach von selbst wieder abheilen ließen werde ich diese Möglichkeit jetzt ausprobieren, sollte die Augenentzündung zurückkommen. Natürlich besteht das Risiko, dass Schäden bleiben, aber bei den vielen positiven Erfahrungen finde ich es gerechtfertigt, dass ich es nach der Behandlung mit mindestens 6 verschiedenen Medikamenten (wer kann denn mit Sicherheit sagen dass so viel Chemie nicht auch für bleibende Schäden sorgt? Ich mach mir da wegen der Fruchtbarkeit sorgen) auf natürlichem Wege versuchen möchte.

Liebe Grüße,
Stefanie


RE: Hornhautentzündung - Rebeca - 20.11.2016 03:32

Hallo Stefanie,

Mähschäfle hat Recht, Vitamin A Tropfen zur Regeneration der Hornhaut sind wirklich gut. Habe ich auch schon verabreicht.

Zu Antibiotikaresistenzen und ihre genauen Auswirkungen kann ich nichts sagen, bin kein TA.

Wünsche euch für die Zukunft alles gute, baldige und dauerhafte Genesung.

Gruß
Rebeca


RE: Hornhautentzündung - Samira - 20.11.2016 09:05

Bei Augenbindehautentzündung, Lidrandfentzündung, Lidödemen, Augenkatarrh kannst Du einen entzündungshemmenden und reizlindernden Tee mit Augentrost = Euphrasia bereiten.
Dies gibt es auch als Fertigspülung eines bekannten Herstellers, allerdings wäre das bei vielen Schäfchen richtig teuer.
Augentrost in der Apotheke bestellen. 2 Eßl. Augentrostkraut mit 1 l kaltem Wasser übergießen, zum kochen bringen und noch 3 Min. ziehen lassen. Ein paar Körnchen Salz hinzufügen = winzige Prise zw. Daumen und Zeigefinger.
Sorgfälltig durch 2 ineinandergelegte Kaffeefilterpapiere abfiltern, damit keinerlei Partikel der Kräuter im Tee zurückbleiben. Mit einer sauberen 20 ml Plastikspritze die Augen spülen, von innen nach außen. Nicht auf das Auge kommen und immer genug Sicherheitsabstand zum Auge halten falls Schaf sich wehrt. Die Spülung nur handwarm anwenden. Der Tee hält sich in einem sauberen verschlossenem Gefäß 4 Tage im Kühlschrank.
Je nach Erkrankung/ Verletzung 1-2 x am Tag spülen. Evtl. ausgespülte Teeflüssigkeit die am Gesicht des Schafs herunterläuft mit einmal- Küchentüchern wegwischen.

Hoffe es hilft + stärkt.
Liebe Grüße

Samira


RE: Hornhautentzündung - Stefanie - 03.12.2016 16:07

Danke an alle für die vielen Tips und Ratschläge, endlich scheint auch alles wieder besser zu werden, inzwischen sehen bei fast allen die Augen wieder gesund aus, nur bei zwei Auen ist die Krankheit nach der letzten Behandlung wieder gekommen, die habe ich sofort vom Rest der Gruppe isoliert und dann ausprobiert einfach nichts zu tun. Den beiden geht es jetzt, nachdem sie am Anfang wieder ganz weiß verschleierte Augen und Ausfluss bekamen wieder viel besser. Die Verfärbung der Augen hat ca. eine Woche angedauert und jetzt werden die Augen mit jedem Tag wieder klarer und auch der Ausfluss hat aufgehört, ich denke so langsam ist ein Ende in Sicht, ich freu mich einfach, dass es den Minis wieder gut geht. Mähschäfle hatte Recht hätt ich gleich auf die hilfreichen Vorschläge im Forum und nicht auf den Tierarzt gehört wäre ich die Entzündung wahrscheinlich schneller losgeworden Rolleyes


RE: Hornhautentzündung - Petro - 13.12.2016 20:21

Prinzipiell liegen keine Studien vor, welche beweisen, dass Antibiotika ab einer gewissen Grenze gesundheitsschädlich wären, auch wenn diese Behauptung immer mal wieder aufgestellt wird. Aber grob gesagt sollte man es nicht öfter als durchschnittlich 3 Mal pro Jahr nehmen, wobei man immer bedenken muss, dass es bei ernsthaften Erkrankungen oftmals die einzig sinnvolle Therapie darstellt.


RE: Hornhautentzündung - socke - 13.12.2016 22:06

@Petro:

Es gibt in den letzten Jahren immer mehr Studien bezüglich der Auswirkung von Antibiotika. Durch die immer häufiger Auftretenden Probleme mit Multiresistenten Erregern (MRE) ist dies zusätzlich in den Fokus gerutscht!
Eine ganz gute Zusammenfassung bietet zum Beispiel dieser Artikel:

https://www.welt.de/gesundheit/article143428656/Fruehe-Antibiotika-Gabe-hat-gravierende-Folgen.html

Dort finden sich auch die Links zu mehreren Studien der letzten Jahre...

Auch kann man die Häufigkeit nicht auf x-mal pauschalisieren, es gibt ja nicht nur einen Wirkstoffe, sondern verschiedene Arten.

Dass man Antibiotika so selten wie möglich verwenden sollte ist aber sicher selbstverständlich... Wink

Gruß Socke


RE: Hornhautentzündung - Sommersproße - 24.07.2017 20:57

Hallo ihr Lieben!

Mein Pumbaa hat auch gerade eine leichte Entzündung an beiden Augen. An einem ist es etwas stärker, da steht das untere Lid leicht weg wegen der Flüssigkeit die drin steht. Die Augen sind nicht stark gerötet, sondern es hängt nur getrocknete Flüssigkeit um die Augen. Ich habe bei keinem der Augen eine sichtbare Verletzung gesehen weder am Lied noch an der Hornhaut.




Pumbaa ist bis jetzt das einzige kranke Schaf, bei den anderen sehen die Augen gut aus. Sieht das für euch nach dem Beginn einer Hornhautentzündung aus oder liegt es vielleicht am Zaun der aus Knotengeflecht ist? Oder vielleicht der Staub der Straße, weil gerade soviel gedroschen wird?

Ich habe schon überlegt was ich machen, ob ich einen Tierarzt rufen soll (bisher hatte ich nur Tiere wie Kleintiere die man mal zum Tierarzt bringen konnte) und wie ich überhaupt den richtigen Tierarzt finde. Aber nach dem wa sich jetzt hier so gelesen habe, würde ich das wohl doch lieber nicht machen.

Von kranken Kätzchen mit trändend/verklebten Augen kenn ich es so, dass man die Augen mit Kamillentee säubert und sonst nichts macht. Was meint ihr, ist das auch bei Pumbaa eine Option?

Die Sommersproße


RE: Hornhautentzündung - Elisa - 24.07.2017 21:06

Hallo,

eine Verletzung der Hornhaut kann man im allgemeinen nicht so sehen.
Die TÄ tropfen dann grüne oder gelbe Augentropfen ins Auge und da wo die Verletzung ist, bleiben diese Tropfen dann sichtbar.

Du schreibst daß viel gedroschen wird.....da könnte es auch daß etwas davon in die Augen gekommen ist.

Ich würde mal in die Lidfalten gucken, auch oben.

Man kann auch Euphrasia-Augentropfen geben evtl. würde ein Fremdkörper dann ausgespült werden.

Grüßel Marion


RE: Hornhautentzündung - Samira - 02.08.2017 20:03

Hallo Sommersprosse,

bitte nicht mit Kamille spülen. Dies kann, da Korbblütler, allergische Reaktionen hervorrufen, evtl. nochverschlimmern.
Auf dem Bild ist keine Trübung des Auges zu erkennen. Bitte mit
Augentrost lt. meinem Beitrag spülen.

Liebe Grüße

Samira